Eckart von Seherr-Thohs – “Akutfälle nach C.M. Boger”

Eckart von Seherr-Thohs

Ein Studium der Homöopathiegeschichte führt uns zu drei bzw. vier grundlegenden Methoden der Fallanalyse und Repertorisation, die in chronologischer Reihenfolge mit den Namen C.M. von Bönninghausen, J.T. Kent und C.M. Boger und (zuletzt genannt, weil erst seit ca. 2004 wirklich praktikabel lern- und lehrbar) S. Hahnemann / U. Plate (Symptomenlexikon) verknüpft sind. Mit ihren Repertorien bzw. dem Symptomenlexikon schufen sie Arbeitsmittel, um die Lehren Hahnemanns besser praktizierbar zu machen und zeigen dabei durch ihre jeweilige Schwerpunktsetzung, wie sie die Paragraphen des Organons (insbesondere den § 153) interpretierten.

Bogers Konzept der Fallanalyse und Repertorisation stellt eine Art Synthese zwischen der Methode Bönninghausens und der Kents dar. Ausgehend von der Vorgehensweise des späten Bönninghausen, führte er dessen Konzept der Generalisierung und Abstrahierung von Symptomkomponenten weiter, erweiterte den biographischen Anteil der Anamnese bis in die Familienanamnese hinein und erarbeitete mit immer größerer Präzision den Genius des Falles und der Arznei.
Einzigartig und revolutionär ist die damit einhergehende Form der Fallanalyse, vor allem mit dem General Analysis bzw. dem Synoptic Key und dessen Erweiterung durch S.R. Phataks Homöopathisches Repertorium, die als eine spiegelbildliche Übertragung des von Bönninghausen lediglich arzneimittelseitig formulierten Genius-Konzepts auf die Patientenseite charakterisiert werden kann.
Nach einer Einführung in das Konzept der Bogerschen Fallanalyse wird deren Anwendung und Zuverlässigkeit anhand akuter Fälle und akuter Krisen (in chronischen Fällen) aufgezeigt.

>>> Fachvortrag am Freitag, 06.11.2015, 15:30 bis 17:00


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